News: 15 Jahre in Bewegung – Gedanken zum Jubiläum

15

Jan

15 Jahre in Bewegung – Gedanken zum Jubiläum

Paul Zähner jubiläum 15 jahre clavis it

Diese Tage feiern wir unter dem Motto “clavis IT – 15 Jahre in Bewegung” stolz unser Firmenjubiläum. Für mich Anlass genug, einen Blick zurück zu werfen und das Ganze für einmal etwas aus der Vogelperspektive zu betrachten.

Was ist es, dass unsere Kunden und damit auch uns als Firma bewegt hat – und auch in Zukunft bewegen wird?

 

Wie es sich für ein Softwarehaus gehört, ist da selbstverständlich die Technologie.
Ein Blick in die Gründerzeit und auf den Gartner Hype Cycle aus dem Jahr 2000 zeigt rasch, wo damals die Erwartungen am höchsten waren – und gleichzeitig auch der Weg zur produktiven Nutzung noch weit. Mit WAP / Wireless Web und ASP / Application Service Providing standen vor 15 Jahren just zwei Themen an der Spitze, welche alle Entwicklungen in den vergangenen Jahren – wenn auch unter heute gängigeren Namen wie “Mobile Applications” und “Cloud, SaaS” – sehr stark beeinflusst, wenn nicht gar dominiert haben. Gartner was right!

Die unterliegenden technologischen Voraussetzungen auf dem Weg zum “Plateau der Produktivität” im Hype-Cycle dieser beiden Themen waren natürlich die mögliche Dichte an Rechen- und Speicherkapazität, eine enorm verbesserte (kabellose) Konnektivität aber auch neue Ideen wie beispielsweise das Konzept der Virtualisierung, das zu einer hochgradigen Entkopplung von Hardware und Software und damit zu einer Beschleunigung und Flexibilisierung geführt hat. Man braucht heute kein Prophet zu sein, um festzuhalten, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren mit Garantie fortsetzen wird:

Die Lösungen der Zukunft sind leistungsfähiger, mobiler, vernetzter und in ihrer Bereitstellung noch virtueller.

 

Der Blick nur schon 15 Jahre zurück zeigt eindrücklich, wie die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologie zugenommen hat. Die Unterschiede zwischen 2000 und 2015 sind frappant – IT hat nicht nur die Geschäfte, Produktionen und Büros erobert, sondern auch vor unseren Häusern, Agenden, Armbanduhren, Autos und Spielzeugen nicht halt gemacht. Auch hier braucht es kaum hellseherische Fähigkeiten, um zu prognostizieren, dass die Verbreitung, ja Durchdringung unseres Lebens von IT im weiteren Sinne noch weiter zunehmen wird. Die virtuelle, digitale Welt wird dabei immer enger mit mit der physischen Welt verwoben werden – wohl bis hin zur Untrennbarkeit. Was virtuell ist und was physisch resp. real, wird wohl bald zu einer philosophischen Debatte werden.

Aber bleiben wir – für einmal – bodenständig. Die sogenannte Digitale Transformation ist längst Tatsache und entfaltet nach und nach ihre Wirkung in Geschäftsprozessen, Unternehmen, Wirtschaft und sogar der ganzen Gesellschaft.

Was bedeutet die Digitale Transformation für die IT heutiger Firmen?

Es ist absehbar, dass in den meisten Unternehmen in einem solchen Umfeld die Rolle der IT (noch) wichtiger werden wird und die Erwartungen laufend weiter steigen. Hatte IT in einer frühen Phase v.a. die Aufgabe, die Effizienz in Prozessen zu steigern, sind in den vergangenen Jahren nach und nach qualitative Aspekte hinzugekommen. Die Erfüllung, ja das Übertreffen von – laufend steigenden – Kundenerwartungen oder das ausserordentliche Kundenerlebnis selbstverständlich 7×24 und mobile war bis vor kurzem das hochgesteckte Ziel. Doch dabei wird es nicht bleiben.

Ein Blick in die globale Wirtschaft der letzten Jahre zeigt, dass die allermeisten der namhaften Aufsteiger IT nicht nur in dieser Hinsicht zu nutzen wussten. Nein, in ihren neuen Geschäftsmodellen spielte die innovative Anwendung der aktuell jeweils zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten eine, meist aber die entscheidende Schlüsselrolle. Sie ermöglichte relativ kleinen und sehr agilen Unternehmen, Märkte disruptiv nachhaltig und sogar global zu verändern. Google, Tesla, Uber, airbnb usw. sind nur einige erfolgreiche Beispiele, welche die heute etablierte Firmen anderer Industrien, etwa der Auto- und Mobilitätsbranche oder der Banken- und Finanzindustrie ängstigen. Etwas verallgemeinernd gesprochen wird heute und sicherlich auch in Zukunft von der IT nicht weniger erhofft, als die innovative Befriedigung längst bestehender oder gar neu geweckter Kundenbedürfnisse. Kurz: Es geht heute nicht mehr darum, Geschäftsprozesse und -modelle mit IT zu optimieren, sondern diese neu zu erfinden und so zur entscheidenden Differenzierung beizutragen!

Was bedeutet diese Entwicklung für IT Dienstleister?

Es ist absehbar, dass durch diese Entwicklung die Anforderungen an die IT-Abteilungen und -Dienstleister nicht kleiner werden. Insbesondere auch, da viele bisherige Leistungen namentlich im technischen Betrieb von standardisierbaren Commodity-Anwendungen künftig von Cloud-Diensten abgedeckt werden, hier also Leistungen wegfallen werden. Der Auftrag, zusammen mit Kunden innovative Lösungen zu entwerfen und Business-Modelle voran zu treiben ist herausfordernd. Er setzt nicht nur grosses unternehmerisches und technisches Verständnis voraus sondern bedingt auch immer wieder neue Kompetenzen etwa im Umgang mit grossen Datenmengen oder durch die Vernetzung entstehenden Sicherheitsfragen.

Daneben werden aber auch das Schauen über den Tellerrand, strategisches Denken – etwa in neuen Service-Modellen – und die Fähigkeit, Fragen “vom Kunden her” zu denken weiter an Bedeutung gewinnen. Oder anders ausgedrückt: Kunden werden mehr erwarten und benötigen, als den reinen Erhalt – oder Betrieb – des Status Quo.

Für uns als Unternehmen clavis IT bedeutet dieser Trend, dass wir unsere selbstgewählte Brückenbauerfunktion zwischen Business und IT noch bewusster weiterentwickeln müssen. Es gilt, die Segel wenn nicht neu zu setzen, so doch kontinuierlich und aufmerksam zu trimmen. Mit dem Bezug auf die vergangenen 15 Jahre “in Bewegung”, die auch unsere permanente Lern- und Veränderungsbereitschaft bewiesen haben, schauen wir zuversichtlich in die Zukunft und halten uns dabei gerne an den Vater der Evolutionstheorie Charles Darwin: «Es ist nicht die stärkste Spezie die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.»


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